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Projekte
| 1972-1979 |
Schulversuch mit
erweitertem Musikunterricht an der Sekundarschule Muri
bei Bern (Pilotversuch). |
| 1987-1991 |
Leiter des
Nationalfonds-Projekts "Bessere Bildung mit mehr
Musik" mit Schulversuchen an 50 Schulklassen aus der
ganzen Schweiz. Evaluation am Pädagogischen Institut der
Universität Fribourg unter der Leitung von Dr. Jean-Luc
Patry (heute Professor in Salzburg) und der Mitarbeit besonders von Maria Spychiger (die später
mit der Dissertation "Mehr Musikunterricht an den öffentlichen
Schulen?" promovierte). Parallel dazu Koordinator
der Schulversuche und Organisator der Seminare für die
Weiterbildung der Versuchsklassenlehrer (IASEM,
Interkantonale Arbeits Gruppe für Schulversuche mit
erweitertem Musikunterricht). |
| 1991 |
Nach der Gründung der
Schweizer Konferenz Schulmusik SKSM (als Nachfolgerin der
IASEM) Arbeit als deren Sekretär bis Ende Mai 2000. |
| 1993 |
Begegnung mit Lord
Menuhin. Lancierung des Projekts MUS-E zusammen mit
Werner Schmitt. |
| 1995 |
Initiant der
Koordination Musikerziehung Schweiz KMS und Arbeit als
deren Sekretär bis 1998. |
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Die Idee einer
Institution "Jugend+Musik" (mit genau diesem
Label) als Gegenstück zu "Jugend+Sport" habe
ich seit vielen Jahren mit mir herumgetragen und 1992
erstmals schriftlich formuliert, in den folgenden Jahren
im Schweizer Musikrat propagiert und schliesslich in
einer Arbeitsgruppe des SMR lanciert. Dieses Projekt lag
mir sehr am Herzen, und ich habe - auch als Leiter der
SMR-Arbeitsgruppe - sehr viel daran gearbeitet. Im
November bestimmte der Vorstand des Schweizer Musikrates
eine neue Arbeitsgruppe "Jugend+Musik", und
durch intrigante Machenschaften wurde ich dabei
ausgeschlossen. Dieses skandalöse Vorgehen hat mich sehr
verletzt, denn nicht nur war ich der alleinige Initiant
von "Jugend+Musik", ich hatte mich jahrelang
auch mit grossem Engagement für den Musikrat eingesetzt.
Bei der Gründung des Vereins "Jugend+Musik" im
Januar 1999 wurde fälschlicherweise behauptet, Frau
Bally und Frau Engel (die in Wirklichkeit seit etwa 1995
als Trittbrettfahrerinnen dabei waren) seien "vor 10
Jahren" gemeinsam mit mir auf diese Idee gekommen! |
| 1996 |
Im Schoss der KMS habe
ich die Idee eines "Musikfests Jugend+Musik" (als
Lancierung einer Stiftung "J+M") eingebracht,
ein Konzept erarbeitet und vorgelegt. Ich wurde als
Projektleiter gewählt und brachte das Projekt in Fahrt,
aber ich trat später zurück wegen massiver Einmischung
durch die Geschäftsleiterin des Musikrats. Das Musikfest
"Jugend+Musik" wurde - mit Einschränkungen
nach meinem Konzept - im Mai 1999 durchgeführt. |
| 1996-1999 |
Auf meine Initiative
nahm die KMS an der Vernehmlassung für die Revision der
Bundesverfassung teil. Wir schlugen einen Artikel über
Jugend+Musik innerhalb des bestehenden Artikels über
Jugend+Sport vor. Es gelang mir, Nationalrat Remo Gysin
dafür zu gewinnen, das Anliegen in der
Verfassungskommission des Nationalrats zu vertreten. In
der Subkommission 3 kam er mit seinem Antrag knapp durch,
unterlag aber in der Gesamtkommission. Daraufhin übernahm
Nationalrat Ostermann die Formulierung als
Minderheitsantrag, der schliesslich im Nationalrat knapp
angenommen wurde. Da der Schweizer Musikrat im Hinblick
auf die Verhandlung im Ständerat nichts unternommen
hatte, wandte ich mich im letzten Moment - nachdem mir Frau Ständerätin
Forster mitgeteilt hatte, dass der Minderheitsantrag Ostermann in der
Verfassungskommission des Ständerats keine Chance habe - an Herrn Ständerat Danioth. Es gelang mir, ihn für unser Anliegen zu
begeistern, er hielt drei Tage später ein feuriges Plädoyer,
und der Ständerat stimmte dem Antrag Ostermann mit
21 gegen 10 Stimmen zu! Im April 1999 nahm das
Schweizervolk die revidierte Verfassung und damit den
Artikel 69 an, wonach der Bund kulturelle Angelegenheiten
von gesamtschweizerischem Interesse unterstützen, sowie
Kunst und Musik, insbesondere im Bereich der Ausbildung,
fördern kann (kursiv: Antrag Ostermann). |
| 1999 |
Am 4. Dezember 1998
- also ein Vierteljahr vor der Abstimmung - schlug ich der KMS vor, auf Grund des neuen
Verfassungsartikels die Schaffung eines Gesetzes über
die Musikerziehung in die Wege zu leiten, und die KMS übertrug
mir diese Aufgabe, die ich unter der Bedingung annahm, dass mir niemand,
auch nicht die Geschäftsführerin des Musikrates, dreinfunke. Ich entwarf einen Wunschtext für ein
solches Gesetz, den ich mit Parlamentariern diskutierte.
Ich konnte NR Käthi Bangerter und SR Hans Danioth dafür
gewinnen. Der Weg über eine parlamentarische Initiative erschien beiden
jedoch als weniger geeignet als der Weg über eine Motion, und so
erarbeiteten wir gemeinsam einen Motionstext . In der Herbstsession 1999 wurden die beiden
Motionen mit nahezu identischem Text eingereicht, und
bereits am 21. Dezember wurde die Motion Danioth vom
Bundesrat als Postulat entgegen genommen. Leider hat sich gezeigt (vgl.
Brief vom 11. November 1999 unter "Musikrat"), dass
sich Frau Bally nicht an die versprochene Auflage gehalten und sich -
zusammen mit Frau Mürner als Präsidentin des Vereins "Jugend+Musik"
- genau bei den durch mich kontaktierten (und ihr aus meinen
vertraulichen Berichten in der KMS bekannten) Politikern interveniert
hat. Auch hier also Trittbrettfahren. Glücklicherweise waren die Motionen zu diesem Zeitpunkt bereits
eingereicht. Auch die Motion Bangerter wurde als Postulat überwiesen. |
| 1999 |
Am 4. Dezember 1998
erteilte die KMS der SKSM den Auftrag, einen Brief an die
Erziehungsdirektoren zu entwerfen, worin im Zusammenhang
mit der Umstellung auf die tertiäre Lehrerbildung die
Sorge um den Musikunterricht in den Schulen zu
thematisieren sei. Diesen Brief entwarf ich im Auftrag
der SKSM; er wurde einer breiten Vernehmlassung
unterzogen und schliesslich am 21. September abgeschickt.
Darin wurde gezeigt, dass für die Zulassung zum
Lehrerstudium für die Grund- und Primarstufe ausser dem
Maturitätszeugnis auch noch musikalische Kompetenzen verlangt werden müssen, und es wurde ein offener Dialog der EDK
über die angesprochenen Fragen mit der KMS verlangt. Die
EDK hat sich grundsätzlich dazu bereit erklärt; es ist
zu hoffen, dass die gebotene Chance von der KMS genutzt und nicht leichtfertig vertan
wird (Leider ist genau das geschehen.)* |
| 2000 |
Am 11. März 2000
wurde in Zürich auf meine Initiative der Verein "Mutter-Kind-
Singen" gegründet. Dabei ging es auch darum, die
jungen Mütter und Väter wieder zum Singen zu bringen,
weil das alltägliche Singen, das früher selbstverständlich
war, weitgehend verloren gegangen ist. Zudem gibt es
zunehmend wissenschaftlich belegte Hinweise dafür, dass
Singen und Musizieren in der frühen Kindheit von grosser
Bedeutung für die gesamte Entwicklung des Menschen ist.
Der Verein wird sich auch um die Ausbildung von
Leiterinnen für das Mutter-Kind-Singen und um die
Bereitstellung von Liedern und Versen kümmern. Ich habe
die Geschäftsleitung (und ad interim auch das Präsidium) des Vereins übernommen. |
| 2001
2001-2011
2011
2012 |
Der Verein hat sich höchst erfreulich
entwickelt. Näheres hier
An der Hauptversammlung
vom 24. Februar 2001 wurde der Name des Vereins abgeändert auf "Eltern-KInd-Singen".
Die Mitglieder und Interessenten erhalten drei bis viermal jährlich
ein Informationsbulletin. Seit Ende April 2001 können alle Informationen
über den Verein und seine Tätigkeiten eingesehen werden unter www.eltern-kind-singen.ch.
*Über die weitere
Entwicklung bezüglich Kulturförderungsgesetz finden Sie Angaben unter
Musikrat
In diesen Jahren habe
ich mich intensiv eingebracht in die Bildungsgruppen der Grünen.
Zuerst war es die Bildungsgruppe der Grünen Freien Liste (GFL) Bern,
die ich angeregt habe und jeweils die Aktennotizen der Sitzungen
schrieb. Dort brachte ich meine Ideen der jahrgangsgemischten
Klassen und der Basisstufe ein, und natürlich focht ich stets für
einen besseren Musikunterricht in den Schulen. Wir erarbeiteten ein
(sehr gutes) Bildungskonzept, das jedoch bei den Mitgliedern
weitgehend unbekannt blieb. Bei einem Hearing der Grünen im
Bundeshaus wurde es von diesen (zu meinem Ärger aufgrund des Votums
der Fraktionschefin) als "verstaubt" zurückgewiesen. Immerhin war
ich dann dabei beim Bildungskonzept der Grünen Schweiz. Mit der
Fusion der grünen Parteien im Kanton Bern erweiterte sich die
Bildungsgruppe und setzte auch andere Prioritäten. So wurde mein
Einsatz für das frühkindliche Singen eher belächelt. Im Sommer 2010
trat ich aus der Gruppe zurück.
Dagegen engagierte
ich mich in der Wirtschaftsgruppe der Grünen Bern und brachte dort
meine Ideen zur Bodenfrage ein. Das Echo war freundlich, aber es
stellte sich heraus, dass sich niemand fand, der an einer vertieften
Bearbeitung des Themas interessiert war. Meine Broschüre "Was ist
mit unserem Boden?" fand kein breites Echo, auch nicht bei den
Delegierten oder dem Vorstand. So trat ich 2011 auch aus dieser
Gruppe zurück.
Am 18. Februar 2011
trat ich noch einmal als Sänger auf das Podium, und zwar mit einer
Liederstunde im Kammermusiksaal der Hochschule der Künste Bern.
Begleitet von der Pianistin Bayan Kozhakhmetova sang ich zehn Lieder
von Franz Schubert und acht von Hugo Wolf. Das Konzert ist
dokumentiert durch einen Mitschnitt auf CD.
Auf Ende 2011 bin ich
aus der Grünen Freien Liste (GFL) ausgetreten und damit auch aus der
Grünen Partei der Schweiz. Einerseits war ich sehr enttäuscht über
die mangelnde Bereitschaft, auf die Bodenproblematik einzugehen,
anderseits wollte ich mich in der mir noch verbleibenden Zeit auf
möglichst wenige Themata konzentrieren.
Am 27. Januar nahm
ich teil an der Marathon-Lesung des Berner Schriftsteller-Vereins in
der Buchhandlung Haupt. Ich las dort zwei Ausschnitte aus meinem
Büchlein "Vom Ursprung der Musik, der Sprache, des Menschen" und
stiees auf ein gutes Echo.
Am 28. Januar fand im
Campus Muristalden in Bern die Tagung "Eigentum und Freiheit" statt,
die durch die Publikation von "Was ist mit unserem Boden?" ausgelöst
worden war. Diese Tagung war mit mehr als 80 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern, gewichtigen Referenten und höchst angeregten
Diskussionen ein grosser Erfolg. Ich selber war mit einem Referat
und einem (zweimal mit je gegen 20 Teilnehmern) durchgeführten
Workshop daran beteiligt. Das Referat finden Sie auf dieser website
unter "Vorträge".
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2001-2011
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