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Bundesverfassung           

Auf meine Initiative nahm die KMS an der Vernehmlassung für die Revision der Bundesverfassung teil. Wir schlugen einen Artikel über Jugend+Musik innerhalb des bestehenden Artikels über Jugend+Sport vor. Es gelang mir, Nationalrat Remo Gysin dafür zu gewinnen, das Anliegen in der Verfassungskommission des Nationalrats zu vertreten. In der Subkommission 3 kam er mit seinem Antrag knapp durch, unterlag aber in der Gesamtkommission. Daraufhin übernahm Nationalrat Ostermann die Formulierung als Minderheitsantrag, der schliesslich im Nationalrat knapp angenommen wurde. Da der Schweizer Musikrat im Hinblick auf die Verhandlung im Ständerat nichts unternommen hatte, wandte ich mich im letzten Moment - nachdem mir Frau Ständerätin Forster mitgeteilt hatte, dass der Minderheitsantrag Ostermann in der Verfassungskommission des Ständerats keine Chance habe - an Herrn Ständerat Danioth. Es gelang mir, ihn für unser Anliegen zu begeistern, er hielt drei Tage später ein feuriges Plädoyer, und der Ständerat stimmte dem Antrag Ostermann mit 21 gegen 10 Stimmen zu! Im April 1999 nahm das Schweizervolk die revidierte Verfassung und damit den Artikel 69 an, wonach der Bund kulturelle Angelegenheiten von gesamtschweizerischem Interesse unterstützen, sowie Kunst und Musik, insbesondere im Bereich der Ausbildung, fördern kann (kursiv: Antrag Ostermann).